Programm 31.8. - 12.9.2011

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Als inhaltliche Schwerpunkte zeichnen sich ab:


Mensch und Maschine
Menschen haben sich Maschinen und Apparate gebaut, um ihren Einfluss zu vergrössern, doch längst beeinflussen Maschinen den Menschen und engen seinen Spielraum ein.
Die französische Automatenoper ”Cupidon“ von Gilbert Peyre aus Paris wird als Eröffnung im Schauspielhaus CH-Premiere haben, ein Robotermusical aus Bern ”Six Freaks Under“ und eine mechanisch musikalische Bar ”Piano Coktail“ aus Genf werden zu sehen sein.
Zwei Kafka-Produktionen werden einander gegenübergestellt. ”Das Schloss“ mit Tristan Vogt aus Nürnberg und ”Die Verwandlung“ eine Inszenierung mit Masken des Zürcher Schauspielhauses.

Zirkus und Strassentheater hautnah und lebendig
”Zirkus Muks“ aus Deutschland, ”Pulcinella“ Handpuppentheater aus Italien. Traditionelle Formen, die so frisch wirken und so tief berühren, wie eh. Junge Künstler, die sie neu beleben. Sie bespielen den öffentlichen Raum.

Alte Märchen, neu und anders erzählt und gespielt, und das nicht nur für Kinder:
”Le Petit Chaperon Rouge“, ein umwerfend komisches Fadenmarionettenspektakel aus Genf, ”Wüste Frauen“ ein listig hintersinniges Schattenspiel aus Basel, ein modernes türkisches Märchen ”Das Abfall Monster“, mit traditioneller Schattenspieltechnik aufgeführt.

Objekttheater, schräg, witzig, verstörend Theater, das den Fokus nicht auf die Spieler richtet, sondern auf die Gegenständen mit denen gespielt wird. Das Puppentheater Halle zeigt seine ”Goldene Gans“, eine pfiffige Version des Grimm-Märchens gespielt mit hölzernen Flachfiguren. Als Highlight die Compagnie Mossoux-Bonté aus Belgien mit ”Kefar Nahum“, die Geschichte einer fehlgeschlagenen Schöpfung, wo beziehungsunfähige Kreaturen einander verschlingen, sowie die poetische und märchenhafte Geschichte über den Materialismus ”Drei Affen, eine Parabel vom Aufstand der Dinge“ des Stuttgarter Ensemble Materialtheater.


Zum Festivalauftakt ist eine Koproduktion mit der drumschool basel und jungen TänzerInnen geplant, die 5 Riesenfiguren durch die Innenstadt führen.

Das Rahmenprogramm soll das Festivalprogramm thematisch vertiefen und die Querverbindungen betonen.
Game-Designer der Zürcher Hochschule der Künste ZHDK warten mit einer interaktiven Ausstellung im Foyer auf.

Neben den gewohnten Vermittlungsangeboten wie Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Vorstellungen für Schulklassen sind Weiterbildungsangebote für Theater- und Kunstschaffende und für Studierende vorgesehen.

Der Einbezug der Schulen wird intensiviert. Vermehrt wird auf theaterpädagogische Vor- oder Nachbereitung bei den Veranstaltungen für Schulklassen gesetzt.
Eine OS-Klasse des Vogesenschulhauses im Basler St. Johann Quartier wird mit einer Figuren-Installation zum Gesicht des diesjährigen Festivals beitragen.



Basel, Januar 2011
Franziska von Blarer, Iris Weder und Christian Schuppli